Foto: Ausgrenzung einer Auszubildenden

Eine charakteristische Variante psychischer Gewalt ist das Mobbing. Das ist die systematische und länger anhaltende Schikanierung und Ausgrenzung von Individuen aus einer Gruppe. Die Bandbreite der Handlungen reicht von offener und direkter Konfrontation mit dem Opfer (Beleidigung, Verspottung) zu indirekten Verhaltensweisen, bei dem man gegen das Opfer hinter seinem Rücken vorgeht (indem zum Beispiel Lügen über das Opfer verbreitet werden oder es zu Gruppentreffen nicht eingeladen wird). Zumeist ist die Vorgehensweise eher subtil und indirekt, so dass für das Opfer der Nachweis der Aggression gegenüber anderen (beispielsweise Vorgesetzten) schwer ist. Mobbing ist eine weit verbreitete Erscheinung, die häufig im Arbeitsleben, in der Schule oder Ausbildung auftritt, jedoch auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen wie Sportvereinen und so weiter zu beobachten ist.

Als Mischform zwischen psychischer und physischer Gewalt kann das sogenannte Bullying (englisch: 'drangsalieren', 'tyrannisieren') angesehen werden. Bei diesem vor allem bei Jugendlichen verbreiteten Verhalten wird das Opfer sowohl psychisch gequält als auch körperlich misshandelt. Der erlittene Schaden dient den Tätern oft als zusätzliches Mittel, das Opfer für seine Unterlegenheit obendrein noch zu verhöhnen.