Was tun? - Ablaufschema

 Was tun? - Ablaufschema beim Umgang mit Gewalt

 Zum Umgang mit "Gewaltfällen" hat sich folgendes Ablaufschema bewährt.

 Zur Absicherung der eigenen Überlegungen empfiehlt sich jeweils eine   Beratung mit Kollegen.

 1. Wahrnehmen

 Was ist passiert?

 Beschreiben Sie die Situation oder rufen Sie sich die Situation ins Gedächtnis   zurück. Beschreiben Sie bitte nur das, was Sie tatsächlich selbst wahrgenommen   haben. Interpretieren Sie nicht.

 2. Analysieren

 Warum ist es passiert?

 Was könnte zu der Situation geführt haben? Stellen Sie   Hypothesen darüber auf, was die Situation ausgelöst haben könnte - nicht,   wer Schuld   hatte: Was wollten die beteiligten Jugendlichen mit ihrem Verhalten   erreichen? Wie könnten die Jugendlichen sich gefühlt haben? Stellen Sie diese   beiden   Fragen auch den beteiligten Jugendlichen.

 3. Handeln (entsprechend dem Ergebnis der Analyse)

 Was kann/muss ich tun/Was können/müssen wir tun - sofort - mittel-   und langfristig?

 Sofort (Sonderfall):

 Die Situation beenden, Opfer schützen, sprechen Sie, wenn möglich, einzeln mit   den Beteiligten, bei Körperlicher Gewalt: eventuell Täter festhalten Wenn das   ohne Eigengefährdung nicht möglich ist: Hilfe holen, Täter genau beobachten,     um der Polizei genaue Hinweise geben zu können.

 Kurzfristig:

 Das Gespräch mit allen Beteiligten suchen, zunächst einzeln, dann gemeinsam.   Situation klären, Lösungen gemeinsam suchen Lösungen festklopfen -   gewährleisten, dass sie auch umgesetzt werden (eventuell Unterstützung durch   Mediator).

 Mittel- und langfristig:

 Je nach Ursachen und Motiven Maßnahmen auf der Gruppenebene und   gleichzeitig Maßnahmen auf der Ebenen der Ausbildungseinrichtung   einleiten.   Ein zusätzlicher Austausch mit anderen Institutionen und Partnern im   Netzwerk, Beratung durch externe Fachleute, Fortbildung und so weiter kann   die Maßnahmen unterstützen.

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