Gruppenregeln dienen dem fairen Umgang miteinander und der partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Zu Beginn der Ausbildung können beispielsweise zu den Themen Fairness, Toleranz, Gewaltlosigkeit, Pünktlichkeit, Arbeitsmaterial, Aufräumen, Aufmerksamkeit, Gesprächskultur und Regeln entwickelt werden. Als Diskussionsgrundlage kann auch eine Auswahl an allgemeinen Prinzipien für eine faire Zusammenarbeit (siehe Abbildung rechts) dienen und zu Regeln umformuliert werden.

Es ist wünschenswert, dass die Er- und Bearbeitung gemeinsamer Gruppenregeln ein kontinuierlicher Prozess ist.

Im Idealfall, werden im Laufe der Zeit Regeln verinnerlicht und Verstöße kommen nicht mehr vor. In diesem Fall können diese Regeln wegfallen. Gleichzeitig kommen eventuell neue hinzu.

Längerfristiges Ziel ist es, in der Gruppe einen gemeinsamen Verhaltenskatalog zu erstellen, der möglichst "gruppenspezifische" Regeln enthält. Wichtig ist dabei u. a. auch, mögliche Konfliktherde innerhalb der Gruppe ausfindig zu machen und gemeinsam zu regeln.

Tipp   Einzelverträge

Manchmal kann es Sinn machen, Verträge mit einzelnen Auszubildende, die in der Gruppe immer wieder zu Konflikten beitragen, zu bestimmten Punkten abzuschließen, z. B.
"Ich bin pünktlich" (bei notorischen Langschläfern).
Dabei könnten Freunde als Helfer einbezogen werden: "Ich hole XY jeden Morgen ab" oder "Ich rufe ihn jeden Morgen an und wecke ihn."

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Faire Zusammenarbeit ist, wenn ...

  • einer dem anderen hilft und Mut macht,
  • andere Meinungen toleriert und akzeptiert werden,
  • zugehört und aufeinander eingegangen wird,
  • persönliche Angriffe und Beleidigungen vermieden werden,
  • kein Gruppenmitglied links liegen gelassen wird,
  • jeder pünktlich erscheint, mitmacht und sein Bestes gibt,
  • zielstrebig gearbeitet und diskutiert wird,
  • auftretende Probleme offen angesprochen werden,
  • jeder hält, was er versprochen hat,
  • jeder die aufgestellten Regeln beachtet,
  • Konflikte in der Gruppe taktvoll, aber vorrangig behandelt werden.

 

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