Im Idealfall können sich bei der Stressprävention und -bewältigung betriebliche und individuelle Maßnahmen ergänzen.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Typen von Strategien:

  • Langfristige, die beim Stressauslöser, der Bewertung der Situation bei der Erhöhung der Ressourcen oder bei der Stärkung des Organismus ansetzen oder
  • Kurzfristige, die bei der Stressreaktion ansetzen.

Natürlich ist den langfristigen Strategien der Vorrang zu geben, da sie das Problem langfristig lösen. Die Stresssituation wird dadurch nicht nur erträglicher, sondern auch grundsätzlich verändert, bzw. der Organismus stressresistenter.

Sie ist immer dann geeignet, wenn

  • die Ursache der Belastung verändert, beseitigt oder reduziert werden kann (dies können äußere Stressoren oder auch innere Faktoren sein).
  • man den Organismus auf eine vorhersehbare Belastung vorbereiten kann (zum Beispiel durch Perspektivenwechsel und Einstellungsänderungen, aber auch Ausgleich im Alltag sowie regelmäßige Entspannung und Bewegung).

Wenn

  • sich der Stressauslöser momentan nicht verändern lässt oder
  • man sich bereits in einer Stresssituation befindet,

muss man kurzfristige Stressbewältigungs-Strategien einsetzen, die ermöglichen, die momentane Erregung zu vermindern. (zum Beispiel Spannungsabbau durch Atemübungen)