Konflikt (nach Duden): Zusammenstoß, Zwiespalt, Widerstreit
Konflikte entstehen, wenn gegensätzliche, nicht miteinander vereinbare Ziele, Interessen, Bedürfnisse und Werthaltungen zusammenstoßen. Konflikte sind permanenter Bestandteil menschlichen Zusammenlebens.
Häufig führen unterschiedliche Ansichten über eine Situation
zu folgendem Szenario:
Die Motive des Anderen für seine Ansichten kennt man nicht. Da man
selbst, aus subjektiv guten Gründen, anderer Meinung ist, unterstellt
man ihm negative Motive. Durch die Ansicht des Anderen fühlt man sich
eventuell verletzt, will dies aber nicht zu erkennen geben. Eventuell wird
sogar das eigene Selbstbild stark in Frage gestellt. Man fühlt sich
bedroht.
Häufiger werden Konflikte deshalb als destruktiv erlebt, als etwas, was es zu vermeiden gilt. Konflikte werden als Auslöser von Gewalt gefürchtet. Aber nicht die Konflikte machen die Gewalt, sondern die Art und Weise, wie mit Konflikten umgegangen wird. Verdrängte Konflikte schwelen weiter, sie führen zu Widerständen und Aggressionen und können sich plötzlich "ohne erkennbaren Anlass" als Gewaltausbruch entladen. Um Gewalt zu verhindern, sollten Konflikte deshalb nicht vermieden oder unterdrückt, sondern konstruktiv bearbeitet werden.
Ein Weg dazu bietet das Gespräch, der Versuch, die Motive des anderen zu verstehen, ihm die eigenen zu erklären und gemeinsam nach einer für beide Seiten akzeptablen Lösung zu suchen.


