Die Szene zeigte eine Stresssituation und ihre Folgen. Vermutlich kennen Sie solche oder ähnliche Situationen. Zeitdruck, berufliche oder private Konflikte, Sorgen, Ärger, Angst ... Jeder erlebt irgendwann einmal Stress. Stress lässt sich nicht gänzlich vermeiden.
Stress geht stets mit starken Gefühlen wie Angst oder Wut einher. Seit jeher löst Stress unter anderem einen Angriffsimpuls aus, der sich in erhöhter Aggressionsbereitschaft äußert. Stressvermeidung und Stressbewältigung ist daher ein wichtiges Element der Gewaltprävention.
Stress ist aber nicht nur oft ein Auslöser, sondern auch die Folge von Aggression und Gewalt. In aggressiven und gewalttätigen Situationen herrscht Stressalarmstufe rot.
Sich mit dem eigenen Verhalten offen und selbstkritisch auseinanderzusetzen, ungünstige Verhaltensketten zu erkennen und sich des eigenen (meist unbewussten) Anteils am Entstehen von Aggressionen und Konflikten bewusst zu werden und gegebenenfalls veränderungsbereit zu sein, ist ein wichtiger Beitrag zur Gewaltprävention.
Der richtige Umgang mit Stress dient darüber hinaus auch als Burnout-Prophylaxe sowie der Erhaltung der Gesundheit und des Wohlbefindens.


