Zur Vermeidung von Konflikteskalationen ist die "Ich-Botschaft" ein wichtiges sprachliches Instrument. Sie zeigt eigene Betroffenheit und vermeidet es, den Gesprächspartner in die Defensive zu drängen.

Eine Aussage wie zum Beispiel ...        

     
"Du räumst nie
      deinen Arbeitsplatz
      auf, immer muss ich
      das machen."                 

... greift den Angesprochenen an und könnte
der Anfang einer Eskalation sein.

Bei einer Formulierung wie ...

      "ich ärgere mich über
       deinen unaufgeräumten
        Arbeitzpaltz, ich möchte
        nicht immer aufräumen."

... werden eigene Gefühle und Bedürfnisse eingebracht. Die Situation wird entspannt. Das Gegenüber muss keine Verteidigungshaltung einnehmen und kann leichter an einer Lösung mitwirken.

Allerdings ist nicht jede Aussage, die mit "Ich" anfängt auch schon eine "Ich-Botschaft". Wer sagt: "Ich finde, Du bist unordentlich" könnte auch gleich sagen: "Du bist unordentlich." Beim Formulieren einer "Ich-Botschaft" sollten wir uns immer fragen: "Was geht in mir vor?" "Was fühle ich?" "Welches meiner Bedürfnisse ist durch das Verhalten meines Gegenübers bedroht?"

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