Umgang mit Konflikten
Konflikteskalation - Orientierung im Konflikt
Die Orientierung im Konflikt ist wichtig: Nicht nur die Frage, wer mit wem worum und warum gerade hier und jetzt streitet, muss beantwortet sein, bevor eine Intervention möglich ist. Auch die Frage, auf welcher Eskalationsstufe sich das Geschehen befindet, ist von Belang.
1. Verhärtung a
2. Debatte a
3. Aktionen a
4. Images/Koalitionen a b
5. Gesichtsverlust b
6. Drohstrategien b
7. Begrenzte Vernichtungsschläge
8. Zersplitterung
9. Gemeinsam in den Abgrund
a Konfliktmoderation, Streitschlichter
b Mediation
Von Bedeutung ist, dass bereits ab der dritten Stufe der Glasl'schen
Treppe in den Abgrund eine Intervention durch Beteiligte meist nicht
mehr möglich ist. Unbeteiligte Dritte werden benötigt, um den
Konflikt zu bereinigen und konstruktiv zu nutzen. Denn ab der dritten
Stufe ("Aktionen") gelangt ein Konflikt in eine Eigendynamik,
die insbesondere mit dem Empathieverlust einhergeht und von den
Konfliktparteien kaum noch zu steuern ist.
Die Darstellung links zeigt, welche Interventionsmöglichkeiten zu
welchen Zeitpunkt wirksam sind.
Jenseits der fünften Stufe "Gesichtsverlust" ist eine zeitweilige Trennung der Konfliktparteien zwingend erforderlich, um den Konflikt zu beruhigen.

