1. Ich helfe, aber ohne mich in Gefahr zu
bringen.
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Falls Sie Zeuge einer Gewalttat werden, gibt es
andere Möglichkeiten, als wegzusehen oder
sich direkt dem Täter entgegenzustellen.
Jeder Mensch hat Möglichkeiten, etwas
Hilfreiches zu tun, ohne in direkte
Konfrontation mit dem Täter zu geraten.
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2. Ich fordere andere direkt zur Mithilfe auf.
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Es ist ein Phänomen, dass bei Anwesenheit
mehrerer Personen am Unglücks- oder Tatort
die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass geholfen
wird. Psychologen sehen mehrere Gründe für
dieses Verhalten. Man macht die Ernsthaftigkeit
der Notsituation von der Reaktion der anderen
Zuschauer abhängig: "Wenn die anderen
nicht helfen, wird es wohl auch nichts zu helfen
geben." Möglich ist auch, dass die
erste in Erwägung gezogene Reaktion, nämlich
zu helfen, verworfen wird aus Angst vor
der Blamage. Man passt sich dann lieber der Zurückhaltung
der anderen an, um nicht aufzufallen oder man
schiebt die Verantwortung jeweils dem anderen zu
mit dem Effekt, dass niemand hilft. Hier ist der
Ansatzpunkt: Fangen Sie an etwas zu tun, andere
werden dann folgen. Sagen Sie den Zuschauern:
"Hier ist etwas nicht in Ordnung, hier muss
etwas getan werden!" Fragen Sie: "Was
können wir tun?" Sprechen Sie eine
andere Person an und fordern Sie direkt auf:
"Holen Sie Hilfe."
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3. Ich beobachte genau und merke mir den
Täter.
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Der Polizei ist es schon häufiger gelungen,
aufgrund eines schnellen Anrufes und der guten
Beobachtungsleistung von Zeugen, Täter
durch eine schnelle Fahndung zu fassen. Wichtig
zu wissen ist vor allem die Kleidung, das Aussehen
und Fluchtrichtung eines Täters. Möglicherweise
können sie dem Täter in sicherem
Abstand folgen, ohne ihn zu verfolgen.
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4. Ich organisiere Hilfe - Notruf 110.
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Rufen Sie professionelle Helfer. Wichtig ist,
dass Sie sagen, wo etwas passiert ist, wann
etwas passiert ist und was passiert ist. Legen
Sie dann nicht sofort wieder auf, falls
Nachfragen nötig sind.
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5. Ich kümmere mich um das Opfer.
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Nicht jeder traut sich zu, Erste Hilfe zu
leisten, aber jeder kann dem Opfer beistehen.
Die Erfahrung von Notärzten zeigt, dass
verletzte Opfer schon dadurch stabilisiert
werden können, wenn Sie bis zum Eintreffen
der professionellen Helfer seelischen
Beistand bekommen. Sprechen Sie mit dem Opfer,
trösten Sie es. Fragen Sie, was Sie tun können
und wie Sie unterstützen können.
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6. Ich stelle mich als Zeuge zur Verfügung.
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Viele verlassen kurz vor oder unmittelbar nach
dem Eintreffen der professionellen Helfer den
Ort des Geschehens. Aber Sie werden als Zeuge
gebraucht. Möglicherweise ist nur Ihnen
etwas aufgefallen, das sehr wichtig ist, um den
Täter zu fassen oder die Tat zu
rekonstruieren. Deshalb bleiben Sie bitte vor
Ort und fragen Sie die professionellen Helfer,
ob Ihre Anwesenheit noch erforderlich ist.
Sollten Sie unter Zeitdruck stehen, hinterlassen
Sie für wichtige Nachfragen Ihren Namen und
Ihre Erreichbarkeit.
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