Wenn die am Konflikt direkt beteiligten Jugendlichen ihren Konflikt nicht selbst lösen können, ist eine naheliegende Möglichkeit, unbeteiligte Jugendliche zur Konfliktlösung hinzuzuziehen, die in der Lage sind, Konflikte unter Gleichaltrigen zu bearbeiten.
Die Streitschlichtung wird von speziell ausgebildeten Jugendlichen ausgeführt. Eskalierende Gewaltfälle können Streitschlichter nicht lösen. Sie können nur bei der Lösung von Alltagskonflikten unter Gleichaltrigen und zur Harmonisierung des Zusammenlebens in der Gruppe beitragen.
Streitschlichter entwickeln während ihrer Ausbildung und der anschließenden Arbeit allerdings soziale Fähigkeiten, die sie auch nach der Berufsausbildung anwenden können. Vor allem werden sie lernen, anderen Personen bei der Klärung eines Konfliktes beizustehen und ihnen unparteiisch den Weg zu zeigen, wie sie den Konflikt friedlich lösen können, so dass alle Beteiligten zufrieden sind.
Ausbildung Streitschlichter
In Ausbildungseinrichtungen ist der Einsatz von
Streitschlichtern anders als in Schulen nicht immer leicht zu
realisieren, da die Jugendlichen nur relativ kurze Zeit in der
Einrichtung verweilen.
Da sich die Streitschlichterausbildung über viele Wochen mit 1 bis 2 Stunden Ausbildung pro Woche erstreckt, müsste damit bereits frühzeitig im 1. Ausbildungsjahr begonnen werden.


In Situationen, die mit unserem Videobeispiel vergleichbar sind, empfiehlt sich eher die Intervention durch einen Erwachsenen (Ausbilder als Moderator). Mehr dazu auf den Folgeseiten.

