Entspannung für Geist und Körper: Autogenes Training

"Mein rechter Arm ist schwer und strömend warm." Mit diesem Satz beginnt die Schwere-Übung, Grundlage des autogenen Trainings. Beim Autogenen Training wird die Entspannung durch die eigenen Gedanken und Vorstellungen hervorgerufen.

Das Autogene Training lehrt Gelassenheit, löst körperliche und seelische "Knoten". Man kann es (fast) immer und überall durchführen - zu Hause, im Zug oder bei der Arbeit. Schon ein paar Minuten täglich reichen aus.

Die von dem Berliner Psychiater J. H. Schultz entwickelte suggestive Methode des autogenen Trainings greift direkt auf die vegetative Ebene zu.

Die Grundwirkungen des Autogenen Trainings sind:

  • Entspannung
  • Abbau von Stress, Nervosität und Ängsten
  • Leistungssteigerung
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Steigerung der körperlichen und seelischen Abwehrkräfte

Bei dieser Entspannungsmethode arbeitet "nur" das Gehirn: Durch das reine Sich-Vorsagen formelhafter Vorsätze und gefühlsbetonte Vorstellen von Empfindungen wie Schwere, Wärme oder auch Kühle sollen körperliche Entspannung und eine tiefe innere Ruhe erreicht werden und das, ohne sich zu bewegen. Die Atmung beruhigt sich, der Pulsschlag wird langsamer, die Muskeln fühlen sich warm und schwer an. Wird man dann nicht gestört, hält die unmittelbare Wirkung so lange an, bis man sich selbst durch eine spezielle Formel in den Alltag zurückholt.

Abbildung: Meditation

Autogenes Training ist für gesunde Menschen grundsätzlich geeignet und kann gut in Gruppen erlernt werden. Empfehlenswert sind Kurse bei Krankenkassen, Volkshochschule oder ähnlichen Institutionen. Die Erfahrung zeigt, dass die Grundstufen des autogenen Trainings von jeder Person mit einem Übungsaufwand von einer halben Stunde pro Tag in zwei bis drei Monaten erlernt werden können.