Bei konkreten Gewaltvorfällen bleibt wenig Zeit, um genau zu überlegen, wie man vorgehen soll oder sich sogar abzusprechen. Damit es in akuten Gewaltfällen nicht zu Desorientierungen kommt, müssen Ausbilder und Auszubildende klare Orientierungsmaßstäbe haben.
Gedankliche und organisatorische Vorbereitungen erleichtern es, einzugreifen. Wichtig ist eine Vorabklärung im Team, wie man im Ernstfall nach einem gemeinsam erarbeiteten Muster reagiert und interveniert.
Um bei Gewalt konsequent, schnell und einheitlich handeln zu können, soll klar geregelt sein,
  • wann eingegriffen werden muss,
  • wie zum Beispiel bei körperlicher Gewalt oder Waffenbesitz eingegriffen werden soll,
  • wie im Team gehandelt wird,
  • wann die Leitung der Ausbildungseinrichtung informiert wird,
  • wer darüber hinaus, wann und wie informiert wird,
  • wann die Polizei zu benachrichtigen ist,
  • was danach zu tun ist,
  • welche Absprachen zu treffen sind, wenn ein schwerwiegendes Delikt vorgefallen ist,
  • wie soll die Berichterstattung über und Analyse von Zwischenfällen erfolgen und vieles mehr.
Die Einbeziehung möglichst vieler an der Ausbildung beteiligter Personen in diesen Prozess ist von Vorteil.