3. Mit Provokationen umgehen
Warum fällt es so schwer, bei Provokationen gelassen zu bleiben?
Durch Provokationen fühlen wir uns angegriffen. In Situationen, in denen man angegriffen wird oder sich angegriffen fühlt, wird das Stammhirn zusammen mit dem limbischen System (auch Zwischenhirn genannt) aktiviert. Dank der Stresshormone, die nun ausgeschüttet werden - unter ihnen das bekannte Adrenalin - wird man blitzschnell für eine körperliche Reaktion fit gemacht: Flucht oder Kampf. Dieses Alarmprogramm springt unabhängig davon an, ob man mit Worten provoziert wurde oder ob jemand versucht hatte, handgreiflich zu werden. Doch genau das ist das Problem. Dieses Programm ist nämlich seit der Urzeit der Menschheit für eine körperliche und nicht für eine verbale Reaktion ausgelegt. Denn das Großhirn mit seinem logischen Denkvermögen wird in solchen Situationen partiell ausgeschaltet. Das heißt, wir denken nicht mehr, sondern wir reagieren nur noch und "schlagen zurück".
Wenn Sie diesen Ablauf kennen, können Sie lernen, damit umzugehen. Souverän können Sie in Stresssituationen jedoch erst reagieren, wenn Sie sich nicht mehr in einer "hormonellen Denkblockade" befinden. Deshalb lautet die erste Regel bei Provokationen in Stresssituationen: Zeit gewinnen und noch mal Zeit gewinnen. Solange, bis Sie merken, dass Sie wieder klar denken können. Niemand sollte Sie zwingen, sofort zu reagieren.
Also: Countdown – get down: Zählen Sie langsam rückwärts von zehn bis null.
Weitere Strategien lernen Sie auf den Folgeseiten kennen.
"Ach, der
Herr Baumann.
Wir
dachten schon, Sie
kommen
nicht mehr ..."


