Tipps: Effektive Gestaltung von Konfliktlösegesprächen
 
  • Ein Konfliktlösegespräch braucht Zeit und Ruhe. Die erste Erregung muss abgeflaut sein.
  • Vereinbaren Sie deshalb mit dem/den Betroffenen einen Termin für ein offenes Gespräch.
  • Sind mehrere Auszubildende betroffen, sprechen Sie zunächst mit jedem einzeln.
  • Zeigen Sie Offenheit auch in der Sitzordnung. Setzen Sie sich gemeinsam an einen Tisch. Ein Schreibtisch zwischen Ihnen kann von dem Jugendlichen als Barriere verstanden werden.
  • Nennen Sie zu Beginn den Anlass des Gesprächs und das Ziel, eine gemeinsame Lösung des Konflikts zu finden, nicht eine Standpauke zu halten.
  • Analysieren Sie gemeinsam den Konflikt. Geben Sie zuerst dem Jugendlichen Gelegenheit zur Stellungnahme und seine Sicht des Geschehens darzulegen.
  • Was ist los?
  • Wer ist beteiligt?
  • Was sollte erreicht werden? (nicht die Schuldfrage klären)
  • Was soll sein?
  • Vermeiden Sie, zu Richtigstellung und Diskussion überzugehen, sondern teilen Sie nun Ihre Sicht des Geschehens mit.
  • Stellen Sie anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Sichtweisen fest.
  • Erarbeiten Sie gemeinsam Lösungsansätze und entscheiden Sie sich gemeinsam für eine Lösung:
  • Zwischen Mensch und Problem unterscheiden.
  • Zwischen Positionen, Interessen und Bedürfnissen unterscheiden
  • Die verschiedenen Ebenen des Konflikts beachten
  • Nach "win-win"-Lösungen suchen
  • Konflikte mit den Beteiligten lösen
  • Fassen Sie zum Schluss die wichtigsten Ergebnisse noch einmal zusammen, halten Sie sie schriftlich fest. Händigen Sie dem Jugendlichen eine Kopie aus.

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