Schulverträge oder eine gemeinsame erarbeitete Hausordnung unterstützen die Schüler, die sich an Regeln halten wollen.

Ein Beispiel guter Praxis hierfür liefert die RAG Bildung, Berufskolleg Mitte in Recklinghausen.

Nach einer internen Schulung zur Gewaltprävention wurde im Berufskolleg neben zahlreichen anderen Maßnahmen, die Überarbeitung der Hausordnung in Angriff genommen. Neu war die Beteiligung von Schülern an diesem Prozess.

"Die neue Hausordnung ist von einer Projektgruppe, die sich aus 7 Schülern und 7 Lehrern aus allen Bereichen unseres Berufskollegs zusammensetzte, erarbeitet worden", so der stellvertretende Schulleiter. Ergebnis war u. a. die Aufnahme einer Klausel zur Handynutzung im Ausbildungszentrum. Erstaunlich war: diese Regelung ist - laut stellvertretenden Schulleiter - in erster Linie auf Wunsch der Schüler in die Hausordnung aufgenommen worden, und wäre ohne diese Beteiligung in dieser Konsequenz vermutlich nicht formuliert worden. "Die Idee ist, dass wir eher die Regeln beachten, wenn wir sie von Anfang an mitbestimmen können", sagt der Schülersprecher, der die RAG-Schulung zur Gewaltprävention mitmachte.

Natürlich kann eine veränderte Hausordnung nur ein Baustein sein. Sie muss mit Leben gefüllt und in einen Kontext gestellt werden.