3. Mit Provokationen umgehen

Die Provokation nicht annehmen

Eine Geste, ein flapsige Bemerkung wird erst dann zur Provokation, wenn der so angemachte oder angesprochene Mensch sie als solche annimmt. Die einfachste – und oft wirkungsvolle – Methode ist deshalb, sich nicht provozieren zu lassen, die Provokation zu überhören und nur auf den Sachinhalt der Mitteilung wiederum sachlich zu reagieren.

Im Video-Beispiel kann Herr Baumann zum Beispiel auf die provokante Bemerkung "Ach, der Herr Baumann, wir dachten schon, Sie kommen nicht mehr", sachlich reagieren, indem er sagt: "Tut mir leid, aber ein Kollege hat sich kurzfristig krank gemeldet und ich bin von Herrn Liedtke wegen der Vertretungsregelung aufgehalten worden."

Eine solche Reaktion setzt aber voraus, dass in der Ausbildungseinrichtung im Allgemeinen ein vertrauensvoller Umgang herrscht, Entschuldigungen der Auszubildenden ebenfalls ruhig und sachlich angenommen werden bzw. der Ausbilder gelernt hat, zwischen echten und vorgeschobenen Entschuldigungen zu unterscheiden und der Ausbilder es außerdem schafft, in der Stresssituation gelassen zu bleiben.

              "Ach, der Herr Baumann.
               Wir dachten schon, Sie
               kommen nicht mehr ..."                              

Foto: Provokation